»Die Energie kann als Ursache für alle Veränderungen in der Welt angesehen werden.«
Werner Heisenberg (1901 - 1976)
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Große Stromabnehmer sollen Abschalt-Prämien kassieren

08.02.2012 - 07:15 Uhr - Verfasser: admin - Kategorie: Allgemein - Kommentare deaktiviert

In der heutigen Stromversorgung ist Netzstabilität das A und O. Um jene zu gewährleisten, kommen die Verantwortlichen auf Ideen, welche von Experten gar nicht gutgeheißen werden. Bald sollen nämlich Industriebetriebe eine dicke Prämie kassieren, wenn sie sich dazu bereit erklären, bei einer drohenden Netzinstabilität von der Stromversorgung abgeschnitten zu werden.

Des einen Freud…

Die Verantwortlichen sehen große Stromabnehmer, die bei drohenden Versorgungsengpässen innerhalb kürzester Zeit vom Netz gehen können, als ihre Rettung an. Jedenfalls kann somit verhindert werden, dass in Deutschland die Lichter ausgehen, wenn es einmal eine Windflaute gibt und die Windräder stillstehen. Dafür sollen die Industriebetriebe jedoch auch eine angemessene Kompensation erhalten, die sich auf bis zu 60.000 Euro pro Megawatt und Jahr belaufen soll. Gemäß der “Verordnung zu abschaltbaren Lasten” könnten jährlich 100 Millionen Euro an jene Industrieunternehmen ausbezahlt werden. Für die Betriebe ist dies natürlich ein lohnendes Geschäft, schließlich soll es sich nur um Abschaltungen von ein paar Minuten handeln. Auch können sich betreffende Industrieunternehmen dann damit brüsten, selber etwas zum schnellen Gelingen der Energiewende beizutragen. Im Übrigen soll die saftige Prämie laut Verordnung auch dann an die Betriebe ausbezahlt werden, wenn es gar nicht so einer Abschaltung kommt. Wer sich nun fragt, woher jene Gelder kommen sollen, wird ob der Antwort einmal mehr schockiert sein, denn die Mehrkosten sollen auf die privaten Haushalte umgelegt werden.

Netzbetreiber wurden nicht informiert

Seltsam ist, dass die Stromnetzbetreiber, welche ja jenes Instrument künftig anwenden sollen, gar nicht über die geplanten Maßnahmen in Kenntnis gesetzt wurden. Dies ist vor allem daher problematisch, da diese nun sagen, dass die Verordnung technisch weitgehend sinnlos sei, da sie eben nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang zur Stabilisierung der Netze beitragen könne. Demnach würden solche kurze Abschaltzeiten keine Wirkung zeigen, dies täten lediglich Abschaltungen über mehrere Stunden.